„Solarradweg“ entlang der M 25 scheitert an Fördermitteln

Im vergangenen Jahr sorgte das Pilotprojekt „Solarradweg an der M25 in Grasbrunn“ für Schlagzeilen. Der 90 Meter lange Radweg vom Sportpark nach Grasbrunn war als Teststrecke des Landkreises und als Zeichen für den Klimaschutz gedacht. Ein Projekt, aus dessen innovativer Idee ein technischer Mehrwert gezogen werden sollte. Aber auch von verschwendeten Steuergeldern war die Rede.

Radweg M25

Foto (privat)

 

 

Grundgedanke war, Radwege als frei verfügbare Flächen einer zweiten Nutzung, nämlich der Stromerzeugung, zuzuführen. Für den Radweg wurde mit einer möglichen Stromerzeugung von 12.000 Kilowattstunden gerechnet. Dass sich die Technologie – Photovoltaikmodule, die horizontal auf dem Boden angeordnet sind – noch in der Entwicklung befindet, macht Solarradwege allerdings sehr teuer. Nun ist das futuristische Projekt, das Kosten in Höhe von 657.000 € verursacht hätte, mangels Fördermittel gescheitert. Das Bundesumweltministerium hat einen Förderantrag des Landkreises hierfür abgelehnt.

 

Der Radweg funktioniert in seiner ursprünglichen Eigenschaft als Fahrbahn jedoch auch ohne die Oberfläche aus Photovoltaik-Modulen und wird seit seiner Eröffnung im Mai 2019 gut genutzt.

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