Landratsamt ehrt Doris Dorschner-Walleitner aus Neukeferloh

Doris Dorschner-Walleitner

...und weitere 18 Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis München, die sich für Klima- und die Umwelt einsetzen. Wie so vieles im Jahr 2020 fiel auch die jährliche Umweltehrung des Landkreises München dem Coronavirus zum Opfer. Zum ersten Mal in 16 Jahren konnten keine Landrätin und kein Landrat die Menschen persönlich auszeichnen, die sich für das Klima und die Umwelt verdient gemacht haben.

 

Eine komplette Absage der Ehrung war keine Option

Um den insgesamt 18 Menschen mit elf herausragenden Projekten dennoch eine würdigende Plattform zu bieten, erhielten sie neben der Ehrennadel des Landkreises München, der Ehrenurkunde und einem Präsentkorb mit regionalen Produkten von UNSER LAND jeweils einen kleinen Imagefilm, den das Landratsamt zu den jeweiligen Projekten hat produzieren lassen.

Das Engagement reicht dabei vom Einsatz für den Artenschutz und die Artenvielfalt über das Einsammeln von Müll und Plastik, der Arbeit im Repair Café bis zum Engagement für die Energie- und Verkehrswende. Erstmalig wurde dabei ein Projekt ausgezeichnet, das zwar seine Wurzeln im Landkreis hat, seine volle Wirkung aber mit Hilfe zur Selbsthilfe in Ghana entfaltet. Dies wurde 2020 erstmals durch eine Änderung der Ehrungskriterien möglich. Seither sind auch „Projekte mit direkten positiven Umweltauswirkungen, die im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit sowie in der Umsetzung von konkreten Projekten im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit durchgeführt werden“ ehrungswürdig, solange der Sitz des Projektträgers im Landkreis München ist.

 

Einer der Filme berichtet über Doris Dorschner-Walleitner aus Grasbrunn, Vorsitzende der Ortsgruppe Grasbrunn des BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Doris Dorschner-Walleitner organisiert seit 17 Jahren den Amphibienschutz des BUND Naturschutz in Bayern e.V. Ortsgruppe Grasbrunn und dessen Durchführung und arbeitet selbst dabei tatkräftig mit. Hierbei organisiert und managt sie den Auf- und Abbau der Amphibienzäune an der Leonhard-Stadler-Straße und an der Staatsstraße 2079, dem bisher umfangreichsten Projekt der Ortsgruppe, bei dem Jahr für Jahr bis zu 30 Leute tätig geworden sind.

Über einen Zeitraum von acht Wochen leerten die engagierten Helferinnen und Helfer dort zweimal täglich rund 50 eingegrabene Eimer entlang eines Kilometers. Die Tiere wurden eingesammelt und an den Ersatzteich im Höhenkirchner Forst gebracht, bei dessen Errichtung in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt München und dem Bayrischen Naturschutzfonds Frau Dorschner-Walleitner maßgeblich beteiligt war. Sie veranlasste, dass dieser Teich nach einer Schädigung des Lehmbodens nach fünf Jahren Nutzung nochmals komplett aufgebaut wurde.

 

So kamen in den letzten Jahren anstelle von anfangs rund 1.000 Tieren wie Erdkröten, Grasfrösche und Molche nur noch ca. 200 an den Schutzzäunen an. Die 8 Unterführungstunnel, die im Zuge des Radwegbaus errichtet wurden, ermöglichen es den Tieren nun wieder an ihr eigentliches Ziel zu gelangen, den Golfplatzteich in Harthausen. So kann sich die Population an der Staatsstraße nach und nach wiederaufbauen und Dachs, Igel, Wiesel und Marder gelangen ebenso sicher auf die andere Straßenseite.

 

Seit vielen Jahren hat Doris Dorschner-Walleitner mehrfach Anträge an die Regierung von Oberbayern für den Bau dieser Amphibienschutzanlage gestellt. In 2019 wurde sie erhört, das Straßenbauamt hat die Unterführungsmaßnahmen entlang der Staatsstraße 2079 im Frühjahr 2020 durchgeführt.

Bürgermeister Klaus Korneder gratulierte Frau Dorschner-Walleitner herzlich zur Ehrung und bedankte sich im Namen der Gemeinde Grasbrunn für ihr langjähriges Engagement im Bereich Natur- und Tierschutz.

 

 

Die diesjährige Amphibienschutzaktion an der Leonhard-Straße und Friedhofsweg startet übrigens wieder im März. Gerne können Sie sich mit tatkräftiger Unterstützung beteiligen.

 

Kontakt:

Doris Dorschner-Walleitner

bund-naturschutz-grasbrunn@t-online.de

 

Die Filme aller Geehrten gibt es hier:
www.landkreis-muenchen.de/themen/energie-und-klimaschutz/klimaschutz-zum-mitmachen/umweltehrung/umweltehrung-2020

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