Bezirk Oberbayern fördert Schul-Theaterprojekt zur „Euthanasie“ in der NS-Zeit

Kreativ gegen das Vergessen

EMG Theaterprojekt ausgezeichnet - SpurensucheFoto Janina Kufner

Foto: Janina Kufner

Mit den „Euthanasie“-Verbrechen in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar setzen sich Schüleri*nnen aus Haar im Theaterprojekt „Spurensuche“ auseinander. Für die Fortsetzung des Projekts erhält die Bürgerstiftung Haar 5.500 Euro vom Bezirk Oberbayern.

 

Das 2016 entstandene Theaterstück „Spurensuche“ haben Schüler*innen des Ernst-Mach-Gymnasiums Haar anhand von Zeitzeugengesprächen, Recherchen vor Ort und der Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte entwickelt. Für ihre performative Darstellung erhielt die Theatergruppe den Münchner Bürgerpreis für Demokratie – gegen Vergessen. In Berlin wurde es beim Wettbewerb „andersartig gedenken on stage“ prämiert. Nach über 80 Aufführungen soll das Stück nun mit nachrückenden Schulklassen des Gymnasiums sowie der Mittelschule Haar neu erarbeitet werden. Auch eine Verfilmung ist geplant.

Die „Spurensuche“ hat eine große Bedeutung für die Aufarbeitung der „Euthanasie“-Verbrechen in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar. „Aus diesem Grund unterstützen wir das Projekt gern“, so Bezirkstagspräsident Josef Mederer. „Der Bezirk Oberbayern ist als Träger des kbo-Isar-Amper-Klinikums in Haar Rechtsnachfolger der Anstalt. Damit stehen wir in der Verantwortung.“

Bezirk Oberbayern fördert Schul-Theaterprojekt zur „Euthanasie“ in der NS-Zeit

 

29. Juli 2020

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