Bewegung auf der Baustelle: Turnhallenbau schreitet sichtbar voran!

Turnhallenbau Juni 2020

Foto: Andreas Mauermayer

Seit dem Spatenstich am 24.02. hat sich auf dem Sportgelände der Grundschule an der Leonhard-Stadler-Straße, auf dem die neue 2,5-fach-Turnhalle entsteht, viel getan.

Vier Monate schon laufen die Bauarbeiten dort auf Hochtouren – trotz der Corona-Pandemie. Deswegen teilweise befürchtete Stillstände blieben bislang erfreulicherweise aus, nicht zuletzt auch dank der Besonnenheit der Baufirmen, die sich vorab bestens auf die aktuelle Situation vorbereitet hatten.

Alle Bauarbeiter wurden 14 Tage vor Baubeginn in Quarantäne geschickt. Währenddessen erarbeitete eine Sicherheitsfachkraft ein Hygienekonzept, das auf der Baustelle bestmöglich von allen befolgt werden muss. In abwechselnd arbeitenden Schichten bringen zwei verschiedene Bautrupps das Geschehen vor Ort voran. Zusätzliche Baucontainer, ausgestattet mit ausreichend Desinfektionsmitteln, ermöglichen die Einhaltung des Hygieneabstands während der Arbeitspausen.

 

Inzwischen sind auf der Baustelle erste sichtbare Fortschritte zu verzeichnen. Die 22 x 45 Meter große Bodenplatte, das Fundament der neuen Turnhalle, konnte bereits fertiggestellt werden. Die Kellerwände stehen und geben Einblick in die spätere Aufteilung der einzelnen Räume. „Bis jetzt sind wir gut in der Zeit“, so Bauamtsleiterin Stephanie Zirngibl. „Gemäß des vorliegenden Bauzeitenplans ist bis zum Herbst die Fertigstellung des Rohbaus geplant. Wenn alles gut läuft, ist die Halle zum Schuljahresbeginn 2021/2022 bezugsfertig. Bis dahin haben wir aber noch einen weiten Weg.“

 

Ende Mai hat der Gemeinderat weitere Gewerke wie Trockenbau-, Schlosser und Estricharbeiten für die Auftragsvergabe freigegeben. Damit sind aktuell ca. 82 % aller Gewerke vergeben. In den kommenden Wochen stehen weitere Submissionen an, anschließend können zügig die Vergaben für die beiden elektrisch betriebenen Turnhallentrennvorhänge und die Holzprallwand erfolgen. Der Zeitplan sowie die Kostenberechnung von ca. 8,5 Mio. € für das Gesamtprojekt werden aktuell eingehalten.

 

Die moderne in den Boden versenkte Sporthalle erhält ein Holztragwerk mit Akustikdecke und ist in drei gleichgroße Hallenteile unterteilbar. Ebenerdig sind zwei Gymnastikräume für Kleinsportgruppen wie Yoga, Tanzen, Karate etc. geplant. Das freundliche Fichtenholz, eine große Fensterfront und helles Feinsteinzeug sorgen für viel Licht. Der blaue Sportboden gibt der Halle Tiefe, helles Stäbchenparkett sowie Teilflächen in rot und blau ergeben eine besondere Dynamik. Die Duschräume werden mit verschiedenen Fliesen in unterschiedlichen Blau- und Türkistönen ausgestattet. Im Bereich der Tribüne werden Sitz- und Stehplätze für ca. 130 Personen angeboten. Die Außenfassade des flachen Gebäudes wird in Sichtbeton ausgeführt. Durch seine geringe Höhe fügt es sich optisch optimal in die umgebende Wohnbebauung ein. Im Bereich des Turnhallengeländes werden 30 Stellplätze nachgewiesen.

 

Das Büro Fuchs und Rudolph Architekten Stadtplaner PartGmbB aus München hat die Planungen konkret auf die Wünsche und Bedürfnisse der künftigen Nutzer abgestimmt. Das Platzangebot der Halle ermöglicht, dass neben dem Schulsport auch die gemeindlichen Kindertagesstätten sowie der TSV und weitere Vereine ihre ganztägigen Sport- und Bewegungsangebote dort durchführen können.

 

Die Wärmeerzeugung erfolgt voraussichtlich über ein Blockheizkraftwerk (BHKW). Das BHKW soll in ein Nahwärmekonzept eingebunden werden, das alle umliegenden gemeindlichen Liegenschaften wie Grundschule, Bürgerhaus Neukeferloh usw. mit Wärme versorgt.

 

29.06.2020

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