Barrierefreiheit benötigt Umdenken – von allen

Bis zum Jahr 2025 fordert der Freistaat Bayern Barrierefreiheit für alte Menschen, Behinderte und Familien. Aufgrund dessen wurde in der Gemeinde die Ortsleitbildgruppe „Barrierefreies Grasbrunn“ gegründet. Für die gleichberechtigte Teilhabe an öffentlichen Veranstaltungen der Gemeinde auf Straßen und Plätzen ist angestrebt, Barrierefreiheit herzustellen.

Logo Barrierefreies Grasbrunn

Beispielsweise stellen hohe Schwellen nicht nur für Rollstuhlfahrer ein unüberwindbares Hindernis dar, sondern auch für ältere Menschen mit Rollatoren und Familien mit Kinderwagen. Die Ortsleitbildgruppe „Barrierefreies Grasbrunn“ hat deshalb eine Bedarfsanalyse gestellt, alle öffentlichen Einrichtungen begutachtet und dazu Handout‘s gestaltet, die auch an die Gemeindeverwaltung weitergeleitet und mit dem Bauamt besprochen wurden.

Mängel, die oftmals ohne großen finanziellen Aufwand ausgeglichen werden können, wurden ebenso erläutert, wie größere Hürden in der Barrierefreiheit in unserer Gemeinde.  

An Info-Ständen bekamen wir leider oft die Aussage zu hören: „Das geht mich nichts an, ich bin nicht betroffen“. Schön, dass es der Mehrzahl unserer Mitbürger in der Gemeinde gut geht, jedoch erschreckte uns etwas das Ignorieren der Probleme, die uns alle einmal treffen können.

 

Nächstenliebe und Nachbarschaftshilfe sollten gerade in Zeiten, in denen es uns gut geht nicht vergessen werden. Allein kleine Gesten und Unterstützungen können für bedürftige Menschen Großes bedeuten. Seien Sie dabei, machen Sie mit, vergessen und verdrängen Sie nicht Ihre eigene Zukunft. Gerne würden wir Sie in unserer Gruppe begrüßen.

Kontakt über Mail: barrierefreiesgrasbrunn@grasbrunn.de

 

V.i.S.d.P.: Carmen Müller / Mitglied der Gruppe „Barrierefreies Grasbrunn“

 

 

 

Was bisher aus dem Maßnahmen-Katalog der Gruppe Barrierefreies Grasbrunn umgesetzt wurde

 

Rathaus:

Sanierung des Behindertenstellplatzes vor dem Rathaus

Austausch Aufbau und Belag mit Anpassung der Bordsteine in diesem Bereich. Der Stellplatz führt über einen Zebrastreifen zu einer barrierefreien Rampe, die in den Eingangsbereich des Rathauses mündet. Im Bereich zum Zebrastreifen wurden die Bordsteine rollstuhlgerecht angepasst.

Die Rampe zum Eingangsbereich erhielt einen einseitigen Handlauf, um zusätzliche Sicherheit zu bieten.

Der Treppenstufenbereich am Haupteingang des Rathauses wurde kontrastreich nachmarkiert.

 

Die automatischen Türöffnungsintervalle wurden an beiden Türen verlängert, um ein sicheres Passieren zu ermöglichen.

 

Die Einrichtungsgegenstände in der Behindertentoilette wurden auf barrierefreien Höhen angepasst und um eine Kleideraufbewahrung ergänzt.

 

Das Treppenhaus wurde in allen Bereichen um einen zusätzlichen Handlauf ergänzt

 

Die Eingangsschwelle zum Sitzungssaal wurde kontrastreich markiert, um besser darauf aufmerksam zu machen.

 

Sportpark Grasbrunn:

Hier wurde ein Behindertenstellplatz in unmittelbarer Gebäudenähe errichtet. Dabei wurde die bestehende Radstellanlage verlegt, der Stellplatz wurde aufbereitet und erhielt einen barrierefreien Belag mit dementsprechender Markierung.

 

Umrüstung Bushaltestellen:

Alle neuen Haltestellen werden zukünftig barrierefrei errichtet. Bereits bestehende Haltestellen werden dementsprechend umgerüstet. In der Regel werden dabei die Bordsteine erhöht, die Aufstellflächen verbreitert und die Beläge ausgetauscht.

Folgende Haltestellen wurden bereits umgerüstet:

  • Im Zuge der Sanierung der Gartenstraße die betroffenen Haltestellen
  • Haltestelle Saarlandstraße
  • Haltestelle Möschenfelder Straße
  • Haltestelle Neukeferloher Weg

 

Jedes Jahr soll die Umrüstung von 2-4 Haltestellen je nach verfügbaren Haushaltsmitteln umgesetzt werden.

 

Die Höhe der Kosten aller umgesetzten Maßnahmen beläuft sich bisher auf rund 86.000 €.

 

 

 

 

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