Anpassung der Gebührensatzungen für die Kindertageseinrichtungen und die Mittagsbetreuung

Die Finanzierung nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und –betreuungsgesetz (BayKiBiG) basiert auf drei Säulen.
Diese drei Säulen der Finanzierung einer Kindertageseinrichtung sind der Staat, die Gemeinde und die Eltern.

Grasbrunner Wappen (klein)

Betrachtet man die anfallenden Gesamtkosten für die fünf Kinderbetreuungseinrichtungen Kinderwelt Grasbrunn, Kinderhaus Harthausen, Kindergarten Honigblume und Kinderhaus St. Christophorus sowie die AWO Kinderkrippe Grashüpfer, deren Defizit die Gemeinde vollumfänglich ausgleicht, kann man feststellen, dass die Gesamtausgaben in den letzten Jahren erheblich gestiegen sind. Hierbei werden sowohl die Personalkosten als auch die Kosten für die Gebäude und den Betriebsaufwand (Beköstigung, Spiele und Bastelmaterial) inklusive der Abschreibungen berücksichtigt.

Diese betrugen im Jahr 2012 noch 3,5 Mio Euro und haben sich durch die allgemeinen Preissteigerungen im Jahr 2017 bereits auf 4,2 Mio Euro erhöht. Da hierin auch der Tarifabschluss für das pädagogische Personal sowie die Erhöhungen für Strom, Wasser und Gebäudeunterhalt enthalten sind, bedeutet dies eine jährliche Steigerung von durchschnittlich circa 5 %. Folglich ist es erforderlich, dass die Gebühren für die Benutzung der Kindertageseinrichtungen in adäquatem Maße parallel steigen.

 

Durch die monatlichen Elternbeiträge wurden in 2012 knapp 600.000 Euro der Kosten gedeckt, dies entspricht einem Anteil an den Gesamtkosten von ca. 17 %. Die Gemeinde Grasbrunn hat von den 3,5 Mio Euro allein 2 Mio Euro getragen. Somit betrug der kommunale Anteil an den Gesamtkosten mehr als die Hälfte. Durch die kontinuierlichen Erhöhungen der letzten Jahre haben sich die prozentualen Anteile jedoch nicht wesentlich verändert. In 2017 lagen die Elternbeiträge bei 22 %, wodurch 900.000 Euro der Kosten gedeckt werden konnten. Der kommunale Anteil lag aufgrund der gestiegenen Kosten mit

45 % trotzdem bei knapp 2 Mio Euro.

 

„Obwohl dem Gemeinderat die Grasbrunner Kinder lieb und teuer sind, hat man sich in Gesprächen mit den Elternbeiräten darauf verständigt, dass die Gebühren jährlich geringfügig angepasst werden sollen. Damit soll zum einen vermieden werden, dass das Defizit, das die Gemeinde trägt, weiter ansteigt und zum anderen soll den Eltern Planungssicherheit gegeben werden.“, erläutert Hauptamtsleiterin Zeh.

 

Aus diesem Grund hat sich der Hauptausschuss in seiner Sitzung am 10.04.2018 auf eine geringfügige Anhebung von 3 % in allen Buchungskategorien und allen Bereichen - auch in der Mittagsbetreuung - verständigt. Diese Erhöhung trägt auch dem Tarifabschluss 2018 Rechnung, da die Personalkosten den Großteil der Ausgaben für die kommunalen Kindertageseinrichtungen ausmachen. Diesem Beschluss hat sich der Gemeinderat mehrheitlich angeschlossen.

 

Daher werden zum September 2018 die Gebühren für die Kindertageseinrichtungen um durchschnittlich 3 % in allen Bereichen - auch in der Mittagsbetreuung - angehoben.

Gleichzeitig bleiben sowohl die Essensgebühren als auch das Tee- und Spielgeld konstant und auch die Geschwisterermäßigung wird weiterhin in bewährter Höhe gewährt.

 

Die neuen Satzungen sowie die Übersicht zu den Gebühren ab dem 01.09.2018 finden Sie auf der Homepage unter Ortsrecht.