Die Geschichte der Straßennamen in Grasbrunn - St.-Ulrich-Platz

Herkunft und Bedeutung des St.-Ulich-Platzes

Straßenschild - St.-Ulrich-Platz

Der älteste Teil des Langhauses der Grasbrunner Kirche St. Ulrich besteht ausschließlich aus großformatigen Tuffquadern, deren Zwischenräume mit Feldsteinen aufgefüllt worden waren. Diese Konstruktion könnte darauf deuten, dass der Bau bereits in der Romanik – vielleicht schon im 12. Jahrhundert - entstanden ist. Gotische Kirchenbauten sind bei uns generell mit Vollziegeln gemauert.

Historiker vermuten, dass die hölzernen Vorgängerbauten der heutigen St.-Ulrichs-Kirche bei den Ungarn-Einfällen zerstört worden waren. Beim Wiederaufbau dürfte eine Änderung des Patroziniums erfolgt sein. Als Dank an den „Retter des Abendlandes“ könnte der Kirchenneubau nach Bischof Ulrich von Augsburg benannt worden sein. Der um 993 heilig gesprochene Ulrich war angeblich entscheidend an der Abwehr der kriegerischen Ungarn bei der Augsburger Lechfeldschlacht in 955, zusammen mit König Otto I., beteiligt gewesen. Mit dieser Lechfeldschlacht wird auch die Entstehung unseres Keferloher Pferdemarktes in Verbindung gebracht.

Die Kirche fiel im Juni 1834 dem großen Dorfbrand zum Opfer. Beim Wiederaufbau erhielt der Turm statt der Zwiebel den charakteristischen Spitzturm.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Historisches Bild St. Ulrich

Die Kirche St. Ulrich vor der Sanierung im Jahr 1973

 

Die Straßenbenennung „St-Ulrich-Platz“ erfolgte durch den Grasbrunner Gemeinderat am 28.05.1969.


Rolf Katzendobler

 

Hinweis:

In der Reihe „Grasbrunn. Geschichte und Geschichten“ erschien kürzlich der dritte Band mit dem Titel „Rund um Neukeferloh“. Das Buch umfasst 328 Seiten mit knapp 300 historischen Fotos, Karten und Zeitungsausschnitten. Der neue Band ist für 32,00 € in der Buchhandlung und Postagentur Pammé am Bretonischen Ring 7 sowie an der Kasse im Rathaus Neukeferloh erhältlich.

drucken nach oben